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Amadeus IT Group - Flughafen Nizza, Air France, Amadeus und IER pilotieren gemeinsam eine neue elektronische Bordkarte

Madrid, 20. April 2009: Mitglieder des Passagier-Programms des Flughafens Nizza – „Club Airport Premier" (CAP) – und des Vielfliegerprogramms von Air France können jetzt auf dem Inlands-Flug von Nizza nach Paris Orly ein neues System elektronischer Bordkarten testen: „Pass and Fly". Der Pilotbetrieb läuft seit dem 16. April bis zum 30. Oktober 2009.

Das Pilotprojekt vereinfacht die Passagier-Erkennung, das Sammeln von CAP-Punkten sowie das Boarding über die Nutzung eines Mobiltelefons mit Fähigkeit zur Near Field Communication (NFC). Es ist das erste Mal, dass NFC – eine kabellose Verbindungstechnologie für kurze Distanzen – für Flugreisen eingesetzt wird, um mobile Bordkarten zu ermöglichen.

NFC versetzt Mobiltelefone in die Lage, drahtlos mit anderen elektronischen Geräten in Verbindung zu treten. Das bedeutet, dass Passagiere erkannt werden und eine digitale Bordkarte erhalten, wenn sie ihr Mobiltelefon über ein Lesegerät ziehen, das am Flughafen aufgestellt ist.

„Pass and Fly" ist ein gemeinsames Innovations-Projekt, das vom Flughafen Nice Côte d’Azur und von Air France mit den Partnern Amadeus und IER ins Leben gerufen wurde. Amadeus hat die technischen Anwendungen für die Mobiltelefone, das Departure-Control-System und die Flughafen-Lesegeräte entwickelt, um die Informationen für den Boarding-Prozess für alle Beteiligten zugänglich zu machen. IER hat die NFC-Zellen und Lesegeräte entwickelt und zur Verfügung gestellt, die in die Infrastruktur des Flughafens integriert und mit dem Passagier-Management-System von Air France verbunden wurden. Der französische Nationalcarrier stellte die elektronischen Bordkarten bereit.

So funktioniert „Pass and Fly"

Die Reisenden checken auf einem der von Air France angebotenen Wege ein (Internet, Mobiltelefon, Selbstbedienungsautomat). Am Flughafen ist es erforderlich, ein NFC-fähiges Mobiltelefon dabei zu haben, auf dem die Vielflieger-Informationen gespeichert sind. Die NFC-Komponente ist entweder in das Handy integriert oder befindet sich auf einem Aufkleber, der mit dem Telefon kommuniziert. 

Die Reisenden können damit über die Fast Lane zur Sicherheitskontrolle gehen, indem sie das Mobiltelefon am „Pass and Fly"-Lesegerät vorbeiziehen. Dies identifiziert die Passagiere und ordnet die entsprechende Bordkarte für einen Abflug aus Nizza innerhalb der nächsten Stunden zu. Die digitale Bordkarte wird dann im IATA Format auf das Mobiltelefon geladen. Vielfliegerpunkte für das CAP-Programm des Flughafens Nizza werden automatisch gutgeschrieben, so dass die CAP-Mitglieder dafür nicht länger zu einem gesonderten Automaten zu gehen brauchen.

Im Unterschied zu Mobil-Bordkarten mit 2-D-Barcode funktioniert der Prozess auch dann, wenn die NFC-fähigen Mobiltelefone ausgeschaltet sind oder der Akku leer ist.

Während der Sicherheitskontrollen ziehen die Passagiere ihre Mobiltelefone über ein weiteres Lesegerät, das dem Sicherheitspersonal die Bordkarte zeigt, ohne dass das Mobiltelefon selbst vorgelegt werden muss. Das ermöglicht eine sofortige Kontrolle statt des bisherigen manuellen Prozesses.

Am Gate schließlich müssen die Mitarbeiter der Airline nur die Ausweise der Reisenden prüfen. Ein NFC-Lesegerät kontrolliert die Bordkarte, druckt einen Coupon mit der Sitzplatz-Information aus und ermöglicht so ein schnelles Einsteigen.

NFC basiert auf einer kontaktfreien technischen Infrastruktur, die bereits täglich weltweit von Millionen von Menschen genutzt wird. NFC wurde für Zahlungs-Transaktionen eingeführt und kann dazu genutzt werden, beliebige Daten zwischen technischen Geräten auszutauschen – dadurch verfügt sie über ein riesiges Potenzial, in vielen anderen Bereichen eingesetzt zu werden. 

Hinweis

Details zum Prozess von „Pass and Fly" zeigt das Demonstrations-Video unter http://www.youtube.com/watch?v=4SdQHlwtd_k

Einige Aussagen der Projektbeteiligten

Nice Côte d’Azur Airport: „Die mobilen NFC-Bordkarten machen das Boarding für die Reisenden noch effizienter, indem sie die traditionelle Abfertigung an den Schaltern durch zeitsparende Selbstbedienungsmöglichkeiten ersetzen. Zudem kann man auf die Bordkarten aus Papier verzichten, die die Kosten in die Höhe treiben", sagt Agnes Henry Scalliet, Department Manager Grand Riviera. „Außerdem werden die Punkte für unseren Club Airport Premier automatisch gutgeschrieben, sobald die Bordkarte von den NFC-Geräten erfasst wird."

Air France: „Als Pionier im Bereich der mobilen Lösungen nutzt Air France moderne Technologien, die Prozesse für Passagiere reibungslos, einfach und effizient zu gestalten. Diese neuen Services machen den Check-in und das Boarding einfacher", sagt Michel Pognonec, Regional Director für die Côte d’Azur und Monaco bei Air France. „,Pass and Fly‘ ist ein Pionierprojekt. Der NFC-Chip und ein neu strukturierter Informationsfluss beschleunigen die Wege auf dem Flughafen für die Reisenden deutlich. Dieses Experiment wird dazu beitragen, Schritt für Schritt ideale Airport-Prozesse für die Reisenden von morgen zu entwickeln."

Amadeus: „Amadeus hat es sich zur Aufgabe gemacht, überlegene Technologie auf den Airport-IT-Markt zu bringen", sagt Yannick Beunardeau, Director Airport Solutions bei Amadeus. „Wir sind überzeugt, dass die Investition in innovative Lösungen für unsere Kunden von entscheidender Bedeutung ist, um ihre Geschäftsmodelle zu konsolidieren, Kosten zu senken, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig einen überragenden Kundenservice zu bieten. Im Vergleich zu anderen Technologien, die heute für mobile Reise-Dienstleistungen genutzt werden, bringt NFC deutliche Vorteile mit sich. In dem Maß, in dem die NFC-Technologie weiter Einzug in den Alltag hält, werden Flughäfen und Fluggesellschaften sie für weitere Service-Angebote nutzen."

IER: „IER ist ein Referenz-Anbieter von Lösungen, die Passagier-Prozesse vom Check-in bis zum Boarding optimieren", sagt Alexi Hernot, Marketing Director von IER. „Die mobilen Bordkarten werden allgemeine Anwendung finden, da sie gerade Vielfliegern eindeutige Vorteile bieten. So brauchen sie sich keine Gedanken über ihre Papier-Bordkarte zu machen. Auch wenn sie nicht im Büro sind, ist es möglicherweise nicht immer einfach, einen Drucker zu finden."

„Wir sind davon überzeugt", so Hernot weiter, „dass mobile Bordkarten mit 2-D-Barcodes der erste Schritt waren auf dem Weg zu einer Bordkarte, die auf einem kontaktfreien Chip wie eben NFC bereitgestellt wird. Wir haben mit dieser Form von Boarding-Technologie große Erfahrungen gesammelt und sind stolz darauf, an diesem ersten Experiment am Flughafen Nizza teilzunehmen."